Reitstall Verworner in der Presse

Vom 23.05. - 25.05.2014 fand unsere alljährliche Hauptveranstaltung, das große Reit- und Springturnier in Ladeburg statt. Einen ersten Turnierbericht von Pferdefreunde.co finden Sie hier.

05.04.2014 Reitanlage Verworner in Ladeburg: Verjüngungskur für den Springplatz zum Turnier

Wenn vom 23. bis zum 25. Mai in Ladeburg auf der Reitanlage Verworner das 14. Reit- und Springturnier über die Bühne geht, haben die Springreiter bessere Bedingungen als im Vorjahr. „Udos heiliger Rasen“, der nur für das Turnier betreten werden darf, erfuhr in der letzten Woche eine Frischzellenkur erster Kajüte. Diese allerdings war nicht sanft, sondern eher laut.

Auf dem Platz nämlich erschien ein Traktor der Firma Ihns und der hatte am Heck ein Anbauteil, das sich Tiefenlocherer nennt. Also Duden und Word kennen das Wort nicht und Google spuckt auch nicht gerade viele Hinweise aus. Man landet immer bei so einer Art Grubber, die dann als Tiefenlockerer angezeigt wird.

20140405 verworner rasen 3

Damit hat es aber nix zu tun. Die feine Maschine hämmert in den Rasen bis zu 200 Löcher pro Quadratmeter, die etwa 20 bis 25 cm tief in den Boden gehen. Das macht auf jeden Fall einen Super-Sound, aber darum geht es nicht. Denn nach diesem Arbeitsgang wird der Platz mit feinstem Material abgesandet, der Rasen geschleppt und die Löcher dadurch wieder verschlossen. Ziel ist ein gut durchlüfteter Rasen für besseres Wachstum, in den durch die Sandlöcher vor allem Feuchtigkeit eindringen kann – quasi Doping für die Halme. Diese Technologie kommt aus dem Fußball und wird dort bereits seit einiger Zeit erfolgreich eingesetzt.

20140405 verworner rasen 2

Udo Verworner ist ja immer für innovative Gedankengänge gut und ist hier wohl wieder einen Schritt weiter gegangen. Die Teilnehmer der Springwettbewerbe können sich im Mai selbst davon überzeugen, was der Rasen hergibt. Außerdem steht den Springreitern beim Turnier in Ladeburg jetzt ein fast doppelt so großer Abreiteplatz zur Verfügung. Immerhin geht es im Großen Preis am Sonntag wieder rauf bis zur Klasse S*. Die Prüfung wird unterstützt vom Immobilienfinanzierer Interhyp und der Hengststation Verworner. Die Hengststation hat ja gerade ebenfalls alle Hände voll zu tun. Wollen wir hoffen, dass es bis zum 23. Mai – dem ersten Turniertag - ruhiger wird. Das gilt traditionell natürlich nicht für den Samstagabend beim Turnier. Da soll es auf der Party wieder ordentlich abgehen. Das Wochenende und auch der Rest des Jahres stehen unter dem Motto „50 Jahre Reitsport in Ladeburg“.

Bereits am 19. April wird schon mal vorgeglüht beim Osterfeuer. Vielleicht liegt in diesem Jahr etwas weniger Schnee als 2013…

6. Süddeutsche Elite-Fohlenauktion in Nördlingen - Como-Sohn wird teuerstes Fohlen aus Brandenburg-Anhalt

Artikel in Reiten und Zucht in Berlin und Brandenburg-Anhalt, geschrieben von Björn Schroeder am 29. Juli 2012.

Weiter lesen unter: http://www.reiten-zucht.de/index.php/artikel/zucht/1105-6-sueddeutsche-elite-fohlenauktion-in-noerdlingen-como-sohn-wird-teuerstes-fohlen-aus-brandenburg-anhalt

 

Vermögen kommt nie aus der Mode,
Artikel in Reiten und Zucht in Berlin und Brandenburg-Anhalt,
Ausgabe April 2011

Udo Verworner zeigte den bereits S-erfolgreichen Lacando de L.
Udo Verworner zeigte den bereits S-erfolgreichen Lacando de L.

Vor wenigen Wochen ist der Hengsthalterverein im Pferdezuchtverband Brandenburg-Anhalt ins Leben gerufen worden. Nun folgte bereits im Reitrevier Münchehofe die erste Privathengsthalterschau. "Vermögen kommt nie aus der Mode" - unter diesem Motto hätte die diesjährige Veranstaltung stehen können, zu der die Stationen Verworner, Schulz, Bruhns, Nordt, Henning und der Zuchthof Dree Böken eingeladen hatten.

Sie hatten sich nach der erfolgreichen Premiere vor einem Jahr erneut zusammengetan und zeigten ihre Leistungsvererber der Züchterschaft Ostbrandenburgs. Mit dabei waren erfolgreiche Hengste wie Steniro, como, Le Co Q As, Guiness und andere. Als besondere überraschung zeite Arend Kamphorst vom Zuchthof Dree Böken aus Prieros seine beiden Spitzenhengste King Julio und Vulkano, die erstmals auf einer Hengstpräsentation in Brandenburg-Anhalt vorgestellt wurden. Der Voltaire-Sohn Vulkano ist zurzeit sicherlich der prominenteste Hengst des Gestüts in Prieros. Er war unter Marcus und Johannes Ehning international hocherfolgreich und gewann mit ihm zahlreiche Große Preise. Sein vierjähriger Enkel King Julio, ein Sohn des King Kolibri, war auch in Münchehofe mit von der Partie und demonstrierte eindrucksvoll sein Ausnahmetalent am Sprung.

Dass er ein junger Herr der Lüfte ist, bewies ebenfalls der Sieger im Süddeutschen Freispringchampionat Como von Clarimo aus dem Stall Verworner in Ladeburg. Der vierjährige Holsteiner Schimmelhengst präsentiert sich bereits ansprechend unter dem Sattel. Ihm gleich tat es Boxennachbar Lacando von Lancino de L - Kanudos xx, der sich unter seinem Besitzer Udo Verworner bereits siebenjährig in S**-Prüfungen hoch platzieren konnte.

HLP-Reservesieger Steniro unter Dietmar Schulz.
HLP-Reservesieger Steniro unter Dietmar Schulz.

Dietmar Schulz aus Treppeln präsentiert gleich zweimal Dressurblut vom Feinsten. Zum einen den erstmals bei ihm stationierten HLP-Reservesieger Steniro, ein Stedinger-De Niro Sohn aus dem Besitz von Udo Verworner, sowie in der Hohen Schule an der Hand den Grand-Prix-erfolgreichen Grannox-Sohn Guiness. Mit zwei zum Bundeschampionat qualifizierten Springhengsten war Robert Bruhns eigens aus Sargleben in der Prignitz nach Münchehofe gereist. Er präsentierte zum einen den Lentini-Landadel-Sohn Le Co Q As sowie den Epsom Germany-Rudelsburg-Sohn Gepsom.
Text und Fotos: Björn Schröder

 

Freispringen auf dem Pferdehof Ruhnau,
Artikel in der Reiten und Zucht in Berlin und Brandenburg-Anhalt,
Ausgabe April 2011

Minipli von Udo Verworner zeigte beste Springmanier.
Minipli von Udo Verworner zeigte beste Springmanier.

23 Pferde haben sich beim Pferdehof Ruhnau zum Freispringen angemeldet. Halt - sind angemeldet worden. Und 20 zeigten sich schließlich in der Halle im freien Sprung. Ein Grund für Ralf Ruhnau, das Freispringen als Event weiter zu planen. In drei Gruppen wurden die Drei- und Vierjährigen unterteilt. Und zeigten dann munter und in eigener Manier, was in ihnen steckt.

Mit einer Wertnote von 25,0 wurde die Schimmelstute Minipli Beste der Dreijährigen. Die kleine Graue fiel auf. Besitzer Udo Verworner zog eine Tochter von Cassini und Muttervater Corrado. Die Richter Heiko Brehmer und Horst von Langermann aus Neustadt (Dosse) bescheinigten ihr einen praktischen Galopp und eine gute, runde Manier über dem Sprung, nach dem Sprung eine gute, abfließende Landung. Mit ruhigem Auge sprang sie sicher und konzentriert. Sie ist gut in der Entwicklung und ließ so alle anderen Mitbewerber hinter sich. Ebenfalls Sieger einer Abteilung der Dreijährigen wurden punktgleich mit 24,5 Punkten Queen von Fritz Bethke und Cassita von Udo Verworner. Cassita stammt von Casall und Capitol. Der braunen Stute wurde ein guter Rahmen bewertet. Ein Springpferd mit positiver Tendenz für den Springsport. Queen stammt von Quaterback und Parzival. Etwas schüchtern und sehr vorsichtig überzeugte die beidseitig veranlagte Stute die Richter trotzdem

Bei den Vierjährigen siegte Sinfonie von Scott und Damenstolz. Besitzer der Mecklenburger Stute ist Leopold von Winterfeld. Gut rund am Sprung und mit kernigem Gesamteindruck entschieden sich die Richter für eine 23,5. Obwohl die Kälte auch in der Halle in die Knochen kroch, war das Freispringen ein voller Erfolg. Und die Resonanz bei den Züchtern wird Ralf Ruhnau sicher dazu bewegen, auch im nächsten Jahr eine Bewertung der uckermärkischen Zucht über dem Sprung zu ermöglichen.

 

Udo Verworner wird 3. beim Hauptspringen des 23. Hallenturniers auf der Reitanlage Krehl in Lentzke,
Mitteilung vom 27.03.2011

Weitere Informationen und Video unter: http://www.reiten-zucht.de/artikel/sport/912-peters-be-good

 

Como: Meister der Lüfte in Ellwangen-Röhlingen, Pressemitteilung

Der dreijährige Holsteiner Como begeisterte beim offen ausgeschriebenen Süddeutschen Freispringchampionat Ende November die Richtercrew bestehend aus den Spring-Hippologen Holger Hetzel, Helmut Hartmann und Günter Karle. Das Ergebnis: Die Höchstnote von 9,15 in der Altersgruppe der dreijährigen Teilnehmer und der Sieg!

Como von Clarimo aus einer Mutter von Lenz hatte bereits zuvor seinen 30-Tage-Test in Neustadt-Dosse als Reservesieger im Springen abgelegt. Der in Baden-Württemberg gekörte elegante Schimmelhengst glänzte mit einer 9,0 bzw. 8,63 für die Springanlage, seine Rittigkeit wurde durchweg mit einer 8,5 benotet. Die Leistungsbereitschaft mit einer glatten 9,0!
Diese Noten spiegelt auch sein Pedigree wieder: Sein Vater Clarimo war 2009 Landeschampion in Holstein und qualifiziert für das Bundeschampionat. Aktuell weist die Zuchtwertschätzung 2010 einem Zuchtwert von 160 Punkten für Clarimo aus, damit zählt er zu den Top 1% der bundesweiten Springvererber. Eng verwandt ist Como mit den Holsteiner Spitzenvererbern Cassini I und II.
Mütterlicherseits steht im Pedigree mit Donau I (Sport: Laroshelle) eine in vielen Nationenpreisen platzierte Sportstute. Unter dem Schweizer Ernst Wettstein war Laroshelle von Lenz/Landgraf I (Stamm 456) auf zahlreichen internationalen Springplätzen hoch erfolgreich. Sie ist auch Mutter des in Zangersheide gekörten Capilenz Z von Capitol I.

Como, ein Edelstein der modernen Springpferdezucht (Züchter: Hans Herrmann Gempf, Stelle), ist über die Hengststation Verworner in Bernau bei Berlin zu beziehen, Mitbesitzer ist das Gestüt Lohmühle in Nördlingen.

Weitere Informationen: Como bzw. www.gestuet-lohemuehle.com

 

Dreifach-Triumph für Krehl, Artikel in der MOZ vom 10.08.2010

REITEN: Vorjahressieger wiederholt seine Erfolge in Groß Schönebeck

Steffen Krehl auf Asklepios
Seriensieger: Die Konkurrenz konnte das Paar auch diesmal nicht bezwingen. Erneut gewann Steffen Krehl aus Lentzke auf Asklepios in Groß Schönebeck
Fotos: MOZ/Britta Gallrein

Udo Verworner auf FBW Lacando de L
Freute sich über einen tollen sechsten Platz im S-Springen: Der Ladeburger Udo Verworner auf dem 7-jährigen Lacando.

Groß Schönebeck (MOZ) Im Fußball wäre es ein lupenreiner Hattrick gewesen. Im Reitsport gibt es keinen adäquaten Ausdruck, aber Steffen Krehl war das am Ende wohl egal. Er freute sich wie ein Schneekönig, hatte er doch geschafft, zum dritten Mal hintereinander das am höchsten dotierte Springen in Groß Schönebeck zu gewinnen.

In den beiden vergangenen Jahren hatte sich der Bereiter aus Lentzke bereits die goldenen Schleifen mit Rhinmilchs Revale gesichert, der in diesem Jahr allerdings unter seinen Möglichkeiten blieb. Diesmal war es Krehls Erfolgspferd Asklepios, mit dem er in der Siegerrunde fehlerfrei blieb.

Und schon beim Anreiten auf Sprung eins war klar: Der 32-Jährige reitet nicht auf Sicherheit, sondern gibt Vollgas. Die Risikofreude wurde belohnt. Denn Krehl kann sich auf seinen Hengst verlassen, der mit einem großartigen Springvermögen und dem nötigen Willen ausgestattet ist. Die Uhr stoppte bei 31 Sekunden. Damit war Krehl am Ende satte drei Sekunden schneller als der zweitplatzierte Hauke Luther auf der ebenfalls gewaltig und äußerst vorsichtig springenden neunjährigen Holsteiner Stute Cherie.

Der Parcours hatte sich im ersten Umlauf dabei durchaus als tückisch erwiesen. Als letzter von 18 Reitern schaffte es einzig Ulf Ebel auf dem siebenjährigen Holsteiner Contino, den diesmal von Ralf Stehr gebauten Parcours fehlerfrei zu überwinden. Woran es lag, dass so viele Stangen fielen, wusste niemand so recht. "Das war eigentlich gar nicht so schwer gebaut. Das sieht man auch daran, dass die Fehler sich alle auf verschiedene Sprünge verteilt haben", zeigte sich Krehl im Anschluss ratlos, dem mit Asklepios ebenfalls ein Flüchtigkeitsfehler im ersten Umlauf passierte. "Es ist schon August, die meisten Pferde sind viel gelaufen. Da lässt vielleicht schon mal die Konzentration nach", versuchte sich der Ladeburger Udo Verworner an einer Erklärung, der sich sehr über seinen erst siebenjährigen Deckhengst Lacando freute, der bereits am Samstag gut sprang und mit dem er sich am Sonntag den sechsten Platz im S-Springen sicherte.

Steffen Krehl und Asklepios dagegen war die lange Saison im Stechen nicht anzumerken. "Keine Ahnung, warum es hier in Groß Schönebeck für mich und meine Pferde immer so gut läuft", erklärte der strahlende Sieger. "Das passt einfach."

Kann man wohl sagen, denn es gelang ihm sogar ein Doppelerfolg. Schon am Vortag hatte er mit Aklepios das S-Springen vor Lars Rau (Werben) auf Pepe und Annett Wernicke (Wenddoche) auf Carseldo für sich entschieden. "Asklepios hat damit in diesem Jahr jetzt 12 S-Springen gewonnen", lobte Krehl den Ausnahmehengst, der auch im Deckgeschäft eingesetzt wird. Für Krehl selber waren es übrigens insgesamt 14 S-Siege in diesem Jahr, denn auch mit dem jetzt 17-jährigen Rhinmilchs Revale holte er noch zwei goldene Schleifen. Platz zwei ging im S-Springen an Hauke Luther. Der Bereiter vom Gut Angermünde konnte ebenfalls eine blitzsaubere Erfolgsbilanz vorweisen. Im Zwei-Phasen-M-Springen belegte er die Plätze eins und zwei. Im S-Springen am Sonntag konnte er zwei Pferde für den zweiten Umlauf qualifizieren. Platz drei belegte Ulf Ebel auf Contino vor Stefan Böse vom Gastgeberverein auf seiner Stute Kronzeugin, die einmal die Nachfolge für das aus dem großen Sport verabschiedete Erfolgspferd Künstler werden könnte. Erfolgreich mit seinen jungen Pferden war auch Frank Krückel vom gastgebenden Verein RFV Schorfheide. Platz eins und zwei im Springpferde-L und Platz zwei im Springpferde-M mit Casanova Classico zeigen, dass der Bereiter gute Pferde im Stall hat.

Bei den Nachwuchsreitern konnte Josephine Last (LRFV Ladeburg) überzeugen, die in der Qualifikationsprüfung für den Ludger-Beerbaum-Cup, einer Springprüfung der Klasse M, mit der Stute Akribi vor Rick Siewert (Schorfheide) und Jessica Freye (Alt-Lübars) siegte.

Die Dressurreiter hatten in diesem Jahr in Groß Schönebeck das Nachsehen. "50 Jahre Pferdesport in Groß Schönebeck" - unter diesem Motto stand das Turnier. Sein 710-jähriges Jubiliäum feierter auch der Ort Groß Schönebeck, weshalb man das Turnier mit einem Dorffest verband. Das allerdings auf Kosten der Dressurreiter - aus Platzgründen musste der Abreiteplatz für das Springen auf die Dressurvierecke verlegt werden. "Im nächsten Jahr wird es aber auch wieder Dressurprüfungen geben", versicherte Stefan Böse.

 

Stürze halten sie nicht vom großen Ziel ab, Artikel in der MOZ vom 07./08.08.2010

Josephine Last ist im Sattel sehr erfolgreich

Josephine Last mit Akribi
Ein tolles Team: Josephine Last und ihre Stute Akribi, mit der sie den ersten Erfolg in einem Springen der schweren Klasse schaffte.
Foto: MOZ/Britta Gallrein

Von Britta Gallrein

Ladeburg (MOZ) So vielseitig wie der Barnim sind auch seine Menschen. In unserer Serie wollen wir Gesichter des Barnim vorstellen. Bekannte und unbekannte - aber alle haben sie interessante Geschichten zu erzählen. Heute: Josephine Last

Sie mag Musik von Katy Perry, schicke Klamotten und Kinoabende mit Freunden - Josephine Last ist eigentlich eine ganz normale 15-Jährige. Auch die Leidenschaft für Pferde ist typisch für Teenager. Doch während andere Mädchen in dem Alter am liebsten mit ihren Ponys knuddeln, reitet die Ladeburgerin schon erfolgreich in schweren Springprüfungen. Und das außerordentlich erfolgreich.

Dass Josephine mal im Sattel landet, das war voraus zu sehen, schließlich sind ihre Eltern beide passionierte Reiter. Ihrem Vater Udo Verworner gehört die Reitanlage in Ladeburg. Der 40-Jährige ist einer der besten Springreiter der Region und auch als Züchter und Hengsthalter aktiv. Mutter Ariane ist leidenschaftliche Hobby-Reiterin.

So kam es, dass Josephine bereits im zarten Alter von zwei Jahren zum ersten Mal im Sattel Platz nahm. Mit drei Jahren bekam sie ihr erstes Pony. "Amelie", ein Shetlandpony, das heute noch Josephines Geschwistern zu den ersten Erfahrungen im Sattel verhilft. Mutter Ariane unterrichtete den Steppke und nahm sie mit auf die ersten Turniere.

Schon bald kam das zweite, größere Pony. Mit "Carpaccio" bestritt Josephine weitere Turniere, nahm an Prüfungen für Reiternachwuchs teil. "Das war gar nicht so einfach, denn wenn Carpaccio keine Lust mehr hatte, lief er einfach nicht mehr weiter", erinnert sich die blonde Schülerin lachend zurück.

Besser lief es mit "Finchen Montelino", Pony Nummer drei. Inzwischen 6-jährig, nahm Josephine mit ihm an ersten Dressur- und Springprüfungen teil. Schnell wurde ihr klar, woran ihr Herz hing: am Springreiten. "Dressur fand ich irgendwie langweilig", gibt sie zu.

Mit Pony Cevin gab es den ersten Sieg in einem E-Springen. Von dort an wurden die Sprünge immer ein Stückchen höher, die Parcours immer ein wenig kniffiliger, die Josephine in Angriff nahm.

Mit ihrem ersten Großpferd "Shadow" sammelte sie Erfahrungen in der leichten Klasse, mit der Stute Jamaika, ihrem "Erfolgspferd", wie Josephine sagt, konnte sie sogar Springen der mittelschweren Klasse gewinnen - und das, obwohl sie im Starterfeld oft die jüngste Reiterin war.

Auch Stürze konnten sie nicht von ihrem Weg abhalten. Bei einem Derby-Springen trat ihre Stute den Wall nicht herunter, sondern sprang von oben ab. Beide stürzten. "Klar tat das weh, aber das gehört halt dazu", sagt Josephine schulterzuckend.

Ihren bislang größten Erfolg erritt die Blondine beim "Young Neighbours Meeting" in Neubeeren, einem internationalen Turnier für junge Reiter. Dort ging sie mit "Akribi" an den Start, einer Stute, die mit ihren sieben Jahren genau wie ihre Reiterin noch sehr jung ist. Zum ersten Male wagte sich der Teenager an ein Springen der Klasse S, der schwersten, die es gibt. Josephine und Akribi machten ihre Sache gut. Am verflixten letzten Hindernis fiel dann aber doch die Stange. Trotzdem hatte die Ladeburgerin Grund zum Strahlen, sie belegte am Ende einen hervorragenden fünften Rang.

Sogar Vater Udo, sonst ihr strengster Kritiker, muss zugeben, dass sie sich im Sattel "ziemlich gut anstellt". Er bescheinigt ihr Talent und Fleiß - wichtige Voraussetzungen, um es im Sport weit zu bringen. In Mecklenburg-Vorpommern, wo Josephine zwischenzeitlich wohnte, war sie bereits im Landeskader. Dass sie es in Berlin-Brandenburg auch schafft aufgenommen zu werden, da hat der Vater keine Zweifel.

Für ihr Hobby Reiten muss Josephine auf vieles verzichten. Wenn ihre Mitschüler von der Tobias-Seiler- Oberschule zum Baden oder Shoppen gehen, ist die 15-Jährige im Stall. Zeit für andere Dinge bleibt neben Hausaufgaben und Training kaum. Doch das nimmt sie in Kauf. "In den Kader zu kommen und zu den Deutschen Meisterschaften zu fahren, das ist mein Traum." Dafür verzichtet sie gern auf andere Dinge. "Ich weiß, was ich will und das ist reiten", ist sie sich mit ihren 15 Jahren schon sehr sicher.

 

Reitsport: 10. Reit- und Springturnier in Ladeburg, Artikel in der MOZ vom 10.06.2010

Kantara zweimal unschlagbar

Von Britta Gallrein

Udo Verworner auf Findlings Kantara
Auf Siegeskurs: Udo Verworner auf seinem Erfolgspferd Findlings Kantara. Das Paar konnte beide Springen der schweren Klasse gewinnen.
Fotos (2): Britta Gallrein

Jens Thaute unterwegs
Machten Werbung für den Kutschenkorso: Jens Thaute und sein Team beim Showprogramm
Foto: Ariane Pirok

Stefan Böse auf Kronzeugin
Nur Fliegen ist schöner: Stefan Böse auf Kronzeugin

Bernau (MOZ) Den Vorwurf, dass er ein schlechter Gastgeber sei, muss sich Udo Verworner vielleicht von einigen seiner Reiterkollegen gefallen lassen. Allerdings bezieht sich das nur auf seine sportlichen Leistungen, denn der Chef der Reitanlage in Ladeburg gewann auf seinem eigenen Turnier die beiden höchst dotierten Springprüfungen.

Zu verdanken hat der Ladeburger seinen Erfolg einer Stute, die eigentlich nur zur Zucht eingesetzt werden sollte. Die braune "Kantara" bekam Pferdewirt Verworner als Sechsjährige. Und er erkannte schnell das Potential der Stute. Er überzeugte Familie Findling, das Pferd gemeinsam mit ihm zu kaufen und so begann eine Erfolgsgeschichte, die beim Reitturnier am Wochenende einen ihrer Höhepunkte erreichte.

Bereits am Sonnabend konnte Verworner das S*-Springen gewinnen. Um drei Zehntelsekunden war er schneller als der ebenfalls fehlerlose Thomas Kann. Auch Stefan Böse aus Groß Schönebeck, der mit seinem Nachwuchspferd Kronzeugin am Start war, war ihm auf den Fersen, musste sich aber aufgrund der etwas langsameren Zeit mit Platz drei zufrieden geben.

Am Sonntag Nachmittag stand dann das traditionelle S*-Springen mit Siegerrunde an. Parcourschef Wolfgang Meyer hatte gut aufgebaut. Fünf Reiter erreichten das Stechen. Udo Verworner musste als Zweiter an den Start.
Als eine Stange fiel, raunte das Publikum auf - der Sieg schien dahin. Doch Findlings Kantara war schnell und hatte eine sehr gute Zeit vorgelegt. "Ich wollte die anderen damit ein bisschen unter Druck setzen", so Verworner. Die Rechnung ging auf. Steffen Krehl, der mit dem Deckhengst Asklepios an den Start ging, war ebenfalls sehr flott unterwegs, doch dann fiel die zweite Stange. Auch Stefan Böse und seiner Kronzeugin unterliefen am Ende zwei Fehler.

Udo Verworner konnte seine Freude am Ende nicht verbergen. "Manchmal läuft es ja gut. Aber das es so gut läuft wie hier, das hat man auch nicht so oft", erklärte er freudestrahlend.
Hocherfolgreich war aber auch der Ladeburger Nachwuchs im Parcours. Jennifer Jülisch hatte ihr Erfolgspferd Hikora gesattelt. Die Stute wollte sie eigentlich schon in Rente schicken, doch das passt dem kleinen Schimmel nicht. "Wenn ich mit meinem jungen Pferd zum Turnier fahre, will sie immer mit", berichtet Jennifer Jülisch. "Deshalb hab ich sie heute nochmal geritten." Hikora nutzte ihre Chance. Den beiden gelang das Kunststück, alle drei A-Springen und damit die "Kleine Tour" zu gewinnen. Mit ihren Nachwuchspferden Miss Pardon und Der Joker ist die Ladeburgerin ebenfalls gut beritten und ist schon in M-Springen erfolgreich.

Mit einem rasanten Showprogramm nutzten die Fahrer die Chance, für den Ladeburger Kutschenkorso am 28. und 29. August zu werben.

 

Hengstpräsentation der Privathengsthalter in Bon homme und Ferdinandshof

Arabische Akzente, Artikel in der Reiten und Zucht in Berlin und Brandenburg-Anhalt,
Ausgabe April 2010

Springtalent Lacando unter Udo VerwornerNeben den seit Jahrzehnten traditionellen Hengstpräsentationen der Landgestüte nutzen seit einiger Zeit vermehrt auch die Privathengsthalter der Region größere, attraktivere Veranstaltungen, um ihre Beschäler den Züchtern und Zuchtinteressierten näherzubringen. So präsentieren neben dem Gestüt Bon homme von Evelyn und Rebecca Gutman auch die ostbrandenburgischen Privathengsthalter ihre Angebote für die Zuchtsaison 2010.

In der Gunst des Publikums stand in diesem Jahr erneut die mit farbenfrohen Lichteffekten untermalte Show des Gestüts Bon homme. Den Auftakt bildete die imposante Präsentation aller 20 hier stationierten Beschäler. Im Mittelpunkt der von Uwe Heckmann kommentierten Veranstaltung standen insbesondere die beiden Neuzugänge Araldik und der Vollblüter Genios xx. Auf dem Prämienhengst Araldik von Askarie-Heraldik xx, den das Gestüt Bon homme auf dem Hengstmarkt der Brandenburg-Anhaltiner Körung 2009 ersteigerte, ruhen dabei besonders große Hoffnungen. An diesem Abend wusste er in der gut besuchten Festhalle mit überdurchschnittlichem Freispringen sowie mit sehr guten, elastischen Grundgangarten und einer großen Leistungsbereitschaft auch unter dem Sattel zu überzeugen.

Unterstützung fand das Gestüt Bon homme von Vielseitigkeitsreiter Michael Jung. Der 27-jährige Weltcupsieger von Strzegom soll künftig verstärkt die Pferde der Familie Gutman im Sport präsentieren.

Für Adel, Schönheit und Leistungsbereitschaft steht auch Vollbluthengst Genios xx. Der Sohn des Oxalagu xx, der wiederum vom legendären Fährhofer Derbysieger Lagunas xx abstammt, konnte bei seinem letzten Galopprennen siegreich die Bahn verlassen und wird künftig in Brandenburg züchterisch aktiv werden. Arabische Vollblutakzente setzten hingegen Gäste vom Gestüt Ismer aus Ströhen, die vier orientalische Hengste präsentierten. Besonders im Blickpunkt blieben dabei die auch für die Deutsche Reitpferdezucht zugelassenen IS Orlow und der Shagya Galan.

Steniro setzte unter Michaela Verworner ein AchtungszeichenEin grandioser Erfolg wurde auch die zweite Hengstschau auf der Reitanlage von Wolfgang Herzberg in Ferdinandshof im Oderbruch. Über 400 Zuschauer folgten der Einladung der ostbrandenburgischen Privathengsthalter in die liebevoll hergerichtete Reithalle kurz vor die polnische Grenze. Zehn Deckhengste präsentierten sich an der Hand, beim Freispringen und unter dem Sattel. Sportlich anspruchsvoll präsentierte sich auch der arabische Vollbluthengst El Mariachi, aus dem Besitz von Nadeshda Brennicke. Die Schauspielerin und Grimme-Preisträgerin betreibt in Wriezen ein eigenes Arabergestüt. Höhepunkt war jedoch der Auftritt von Überraschungsgast Holger Wulschner. Er präsentierte den Besuchern den Con Sherry-Lesotho-Sohn Consotho von der Station Schirrmann. Der erst vierjährige Hengst zeigte sich unter dem Derbysieger sicher und in beeindruckender Leichtigkeit über allen Hindernissen - sicherlich ein Paar mit Zukunft. Auch die anderen Hengsthalter Udo Verworner, Uwe Nordt, Bernd Schumacher, Holger Hartmann und Torsten Zellmer von Knobelsdorf konnten mit diesem Tag hochzufrieden sein. Zuchtverbandsgeschäftsführer Horst von Langermann, der die Moderation gewohnt fachmännisch übernommen hatte, konnte ebenfalls ein positives Fazit ziehen: "Tolle Stimmung, gute Pferde und viele interessierte Zuschauer - da braucht man um die Zukunft der Pferdezucht im Oderbruch und Umgebung nicht bange zu sein."

Text und Fotos: Björn Schroeder

 

Edle Hengste warten auf Stuten, Artikel in der MOZ vom 27.02.2010

Michaela und Udo Verworner mit den Hengsten Steniro und FBW Lacando de L
Haben eine Deckstation in Ladeburg eröffnet: Michaela und Udo Verworner mit den Hengsten Steniro (l.) und FBW Lacando, die den Stuten zur Verfügung stehen.
Foto: H-G. Ehlert

Bernau (bag/MOZ) Es ist eine Premiere im Landkreis Barnim. Udo Verworner hat auf seiner Anlage in Ladeburg eine Deckstation eröffnet. Stutenbesitzer, die Nachwuchs züchten möchten, können dort aus vier Hengsten ein geeignetes Vatertier aussuchen.

"Wir haben immer wieder Hengste bei uns groß gezogen und züchten selber. Da hatten wir irgendwann die Idee, eine eigene Station aufzumachen", erklärt der 39-Jährige. Er selbst züchtet dabei sehr erfolgreich, konnte mehrere Fohlen über Auktionen verkaufen und sieben seiner selbst gezogenen Pferde und aufgezogenen Hengste wurden gekört.

3000 Stuten gibt es in Brandenburg, in der Arbeitsgemeinschaft Süddeutscher Pferdezuchtverbände, denen die Brandenburger angeschlossen sind, sind es sogar 13 000. Das hat Potenzial.

"Wir werden auch das der Zucht vor- und nachgelagerte Geschäft als Dienstleister mit übernehmen", kündigt Verworner an, selbst im Springsattel bis zur schweren Klasse erfolgreich. "Züchter können die Stuten bei uns einstellen, wir übernehmen gemeinsam mit einem Tierarzt alles von der Vorbereitung, Besamung, Abfohlen, Fohlenaufzucht und wenn gewünscht später auch das Einreiten des Tieres und die Vermarktung."

Auch das Vorbereiten auf Hengstkörungen oder auf den Einsatz im Sport gehört zu den Aufgaben, die der Ladeburger Pferdewirtschaftsmeister übernimmt.

In Ladeburg stehen Züchtern die Hengste Como (Clarimo x Lenz, Holsteiner), Steniro (Stedinger x De Niro, Oldenburger), Log In (Lacato x Donnerhall, Holsteiner) und FBW Lacando (Lancino x Kanudos, Württemberger) zur Verfügung.

Derzeit leben auf der 1995 erbauten Reitanlage 70 Pferde, dazu kommen neun eigene Zuchtstuten und ihre Nachzucht. Ein neues Gebäude soll dann die Deckhengste und die Station beherbergen.

Stutenbesitzer, die sich ein Bild von den Ladeburger Hengsten machen wollen, können das am heutigen Sonnabend ab 14 Uhr in Ferdinandshof (Märkisch-Oderland), Reitanlage Herzberg. Sieben Hengststationen aus dem Osten Brandenburgs werden sich dort präsentieren und auch die Ladeburger machen sich auf den Weg.

In Münchehofe wird Udo Verworner seine Hengste bei einer Präsentation am 7. März erneut vorstellen.

Die Hengste sollen übrigens in Ladeburg nicht allzu lange bleiben. "Die werden dann nach und nach verkauft. Wir wollen mit der Genetik immer aktuell bleiben", wirft Verworner einen Blick in die Zukunft "Außerdem sollen die Hengste ihren Weg im Sport gehen und ihr genetisches Potenzial voll ausschöpfen."